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Hunger und extreme Armut

2021 hungerten weltweit bis zu 828 Millionen Menschen, das bedeutet jeder 10. Mensch litt an chronischem Hunger. Chronischer Hunger bedeutet dabei, dass die Menschen unter einer dauerhaften Unterernährung leiden. Ihr Körper nimmt weniger Nahrung auf, als er braucht.

Insgesamt hungerten somit 150 Millionen Menschen mehr als noch im Jahr 2019. Besonders stark betroffen sind dabei Kinder. 22 Prozent aller Kinder weltweit sind chronisch unterernährt und benötigen dringend Hilfe. 6,7 Prozent davon sind sogar von akuter Unterernährung betroffen.

Bis 2030 werden aller Voraussicht nach noch immer 670 Millionen Menschen an Hunger leiden. Dabei sollte laut der Vereinbarung der Social Development Goals (SDGs) der UN der Welthunger bis dahin beendet werden (Quelle: Welthungerhilfe.de, aktiongegenhunger.de).

Das Recht auf Nahrung ist ein Grundrecht jedes Menschen. Jeder sollte demnach Zugang zu angemessener Nahrung haben oder die Möglichkeit besitzen sich Nahrung zu beschaffen.

Aber wie so oft sieht die Realität hier anders aus. In unserer Welt, in der wir genügend Essen für alle produzieren, können sich dennoch über 3 Milliarden Menschen kein gesundes Essen leisten.

Die traurige Wahrheit zeigt demnach, dass 11,7 Prozent der Weltbevölkerung an Ernährungsunsicherheit leiden (Quelle: Welthungerhilfe.de, aktiongegenhunger.de).

Gründe für Hunger

Armut

Hunger und Mangelernährung haben häufig mehrere Gründe.

Meist hängen Hunger und Armut unmittelbar zusammen, denn chronisch hungernde Menschen haben oft nicht das Geld für eine gesunde Ernährung, sauberes Trinkwasser und eine medizinische Grundversorgung.

Dies führt wiederum zu einem schlechten Gesundheitszustand, körperlicher Beeinträchtigung, mangelnder Bildung und mündet dadurch in einem Leben in Armut.

Kriege und Konflikte

Eine stabile Lebensmittelversorgung ist in Ländern mit Krieg oder Konflikten oft nicht gegeben. Grund dafür ist, dass durch Kriege und Konflikte Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion erschwert werden, oder sogar ganz unmöglich gemacht werden.

Zudem kommt, dass die zur Flucht gezwungenen Menschen ihre Felder und Geschäfte zurücklassen müssen und damit ihre Lebensgrundlage verlieren. Dies wiederum führt dazu, dass im Land verlassene Felder und Geschäfte nicht mehr für die Nahrungsherstellung zur Verfügung stehen und dadurch für die zurückgebliebenen Menschen weniger Nahrung vor Ort zur Verfügung steht und zusätzlich durch Embargos auch weniger importiert wird.

Dadurch steigen Preise meist horrend und der Teufelskreis von Armut und Hunger nimmt seinen Lauf.

Klima & Naturkatastrophen

Durch den Klimawandel nehmen nicht nur die Verschiebung von Trocken- und Regenzeiten, die Menschen vor extreme Herausforderungen stellen, zu, sondern auch Naturkatastrophen steigen stetig an.

Ernten, Weide und Anbauflächen werden durch lange Dürren, Stürme und Überschwemmungen zerstört. Dadurch wird wiederum die Versorgung verknappt, Preise steigen und schon sind wir wieder bei Armut und Hunger in einem.

Corona Pandemie

Auch die globalen Auswirkungen von Covid-19 dürfen nicht vergessen werden. Die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie führten zu massiven Ernte- und Einkommensverlusten.

Viele Menschen sind dadurch in eine extreme Notlage gerutscht, denn ihre Felder lagen brach und konnten nicht bestellt werden. Dadurch hatten sie Ausfälle in der Ernte, was ihnen Geld aus dem Verkauf fehlend machte und den Menschen, die es gerne kaufen wollten, hatten nicht die Möglichkeit dazu, da es nichts zu kaufen gab.

Darüber hinaus sind im Allgemeinen instabile Preise vor allem für ärmere Menschen eine Herausforderung. Denn durch steigende Preise, wie auch momentan, wird ihnen der Zugang zu Nahrung extrem erschwert oder sogar verwehrt.

Außerdem führen auch eine schlechte Regierungsführung, ungerechte Lieferketten, der Anstieg des Fleischkonsums, da mehr Nutztiere verfüttert werden, dazu, dass die Armut weiter ansteigt.

Armut und extremen Hunger bekämpfen

Wir alle müssen dabei helfen, den Teufelskreis zu stoppen. Helfen können wir dabei, indem wir den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Denn der Zugang zu sauberem Wasser ist leider noch immer keine Selbstverständlichkeit. Über zwei Milliarden Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser (Quelle: aktiongegenhunger.de).

Die Folgen lassen sich logisch erschließen. Menschen trinken aus verunreinigtem Wasser und setzen sich dabei dem Risiko aus, krank zu werden und im schlimmsten Falle daran zu sterben.

Darüber hinaus müssen wir eine stabile Not- und Katastrophenhilfe zur Verfügung stellen. Seien es Naturkatastrophen oder auch Kriegs- und Krisengebiete. Den dort lebenden Menschen muss in jedem Fall schnellstmöglich geholfen werden. Wir müssen Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen schaffen.

Denn in einer Welt, in der eigentlich genügend Nahrung produziert wird, ist es inakzeptabel, dass Menschen unter Hunger leiden und keinen sicheren Zugang zu Nahrung und Wasser haben.

Wir müssen es schaffen, dass der Zugang und die Verfügbarkeit von Nahrungsmittel für jedermann sichergestellt werden.

Viva con Agua e.V.

Unser Projekt Viva con Agua e.V. nimmt sich den Problemen an. Ihnen ist bewusst, dass zu viele Menschen auch heute noch an den Folgen von extremer Armut leiden. Ihnen fehlt der Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung, sauberem Trinkwasser oder einfach an Krediten, um sich selbstständig aus ihrer Not befreien zu können. So haben sie keine echte Chance im Leben. Sie können nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und landen viel zu oft in der Falle der modernen Sklaverei. Viva con Agua ist ein dezentrales Netzwerk von Menschen und Organisationen, das sich für einen menschenwürdigen Zugang zu sauberen Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung einsetzt. Der Verein Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. wurde 2006 offiziell eingetragen. Seitdem probiert der Verein mit Freude die Welt positiv zu verändern.

Denn Wasser ist Leben. Sauberes Trinkwasser verbessert und schützt die Gesundheit, gibt Kindern die Möglichkeit dauerhaft zur Schule zu gehen, stärkt die lokale Wirtschaft und ermöglicht eine bessere Zukunft.

Viva con Agua verfolgt die Vision, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser, Hygieneeinrichtungen und sanitärer Grundversorgung bekommen. Dabei unterstützen sie ganzheitlich konzipierte WASH-Projekte (Wasser, Sanitär, Hygiene) um Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser langfristig zu ermöglichen. Die meisten Projekte unterstützen sie auf dem afrikanischen Kontinent, hauptsächlich in Uganda, Äthiopien, Mosambik und Südafrika.

Durch Freude und Fokus auf Musik, Kunst und Sport aktiviert Viva con Agua Menschen, die für sauberes Trinkwasser spenden. Mit den eingesammelten Geldern fördern sie Wasserprojekte weltweit. Zusätzlich leisten sie in Deutschland wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema Wasser. So arbeiten sie mit Kitas und Schulen zusammen, aktivieren junge Menschen auf Festivals und leisten wichtige Öffentlichkeitsarbeit, sodass die Wasser Thematik auch in den Medien regelmäßig thematisiert wird.

Mehr dazu findest du auf unserer Projektseite auf www.one4good.com. Sei auch du Teil unserer Community und hilf dabei die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.