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Bildung für eine bessere Zukunft

In etwa 263 Millionen Kindern weltweit bleibt es verwehrt zur Schule zu gehen. Das bedeutet eins von fünf Kindern hat keinerlei Möglichkeit auf Bildung (Quelle: UNESCO). Dabei besagt Artikel 26 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eindeutig, dass jeder Mensch das Recht auf Bildung hat (Quelle: bpb). Leider sieht die Realität oft anders aus…

Armut als Hauptgrund für fehlende Bildung

Artikel 26 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte besagt ebenso, dass jedem Mensch der Zugang zu einer grundlegenden Bildung unentgeltlich ermöglicht werden muss. Dennoch ist der Hauptfaktor für eine fehlende Bildung Armut.

Dies liegt daran, dass die Länder ihrer Verpflichtung eine unentgeltliche Bildung für jedermann zu ermöglichen, schlicht und einfach in vielen Fällen nicht nachkommen.

Du fragst dich, wieso sie das nicht tun?

Ganz einfach, weil sie an Investitionen in den Bildungssektor sparen. Unserer Meinung nach definitiv an der falschen Stelle.

Denn armen Familien fehlen häufig die finanziellen Mittel, um Schulgelder für ihre Kinder zu bezahlen. In extremen Fällen müssen Kinder sogar arbeiten gehen, um das Einkommen ihrer Familie aufzubessern oder gar alleine zu tragen und haben dementsprechend keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen.

Und selbst wenn die Grundschulbildung kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, scheitert es bei finanziell schwächer aufgestellten Familien oftmals daran, Unterrichtsmaterialien oder die Kosten für den Schulweg zu bezahlen.

Auch die Corona-Pandemie hat seit Beginn weltweit negative Auswirkungen auf die Schulbildung bei Kindern gebracht. Dabei sind wieder vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien stark benachteiligt. Denn mit Beginn der Pandemie wurde der Präsenzunterricht weitgehend ausgesetzt und auf Homeschooling abgeändert.

Dabei verfügen längst nicht alle Kinder über einen Computer, einen (stabilen) Internetzugang und aller bestenfalls noch ein Elternteil, welches bei der Aufgabenstellung den Vertretungslehrer spielen kann.

Etwa 130 Millionen Mädchen gehen weltweit nicht zur Schule.

Neben dem Hauptfaktor Armut spielt Diskriminierung beim erschwerten Zugang zur Bildung eine bedeutende Rolle.

Dabei bleibt besonders Mädchen die Möglichkeit auf eine anständige Bildung verwehrt.

Die wesentlichen Gründe dafür sind, dass sie entweder im ländlichen Raum wohnen oder Minderheiten angehören, welche diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Aber selbst aus der eigenen Familie ergeben sich Hindernisse, wenn der Wert eines Mädchens kulturell bedingt nicht anerkannt wird.

Dann werden sie oftmals als Haushaltshilfe und Kindermädchen für die jüngeren Geschwister eingesetzt. Dadurch fehlt ihnen die Zeit und die Energie, um für die Schule zu lernen, insofern sie diese überhaupt besuchen dürften oder könnten (Quelle: Plan international).

Flüchtlingskinder stark benachteiligt

Die Diskriminierung gibt es allerdings nicht nur in fernen, vermeitlich unterentwickelten Ländern. Auch wir in Deuschland merken es stetig, wie schwierig es für Kinder aus geflüchteten Familien ist, Fuß zu fassen. Grund hierfür ist zum einen die Schwierigkeit der Sprache. Sie können sich nicht verständigen und oftmals reichen die Lehrkräfte nicht aus, um besondere Aufmerksamkeit und Hilfestellung für Flüchtlingskinder zu ermöglichen.

Aber vielmehr ist der Weg zur Erlaubnis auf Bildung die erste und größte Hürde, die zu nehmen ist. Denn Flüchtlingskinder werden in Deutschland nicht von der allgemeinen Schulpflicht erfasst und somit leiden Kinder mit befristeten Aufenthaltsstatus oder einem undefinierten Status darunter, dass sie nur eingeschränkten oder erschreckenderweise gar keinen Zugang zu Bildung haben. Dies wird zu Recht stets kritisiert und bedarf dringend Handlung (Quelle: bpb).

Inklusion bei der Schulbildung

Darüber hinaus haben auch behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene erschwerten Zugang zu Bildung.

Inklusive Bildung als Ansatz klingt nicht nur sinnvoll, sondern ist es auch. Denn inklusive Bildung besagt, dass jedes Kind einzigartig ist und dies eingeschlossen seiner Möglichkeiten und Bedürfnisse beim Lernen.

Deshalb gehören Kinder mit Behinderung genauso ins allgemeine Schulsystem integriert wie alle anderen auch (Quelle: UNESCO).

Im deutschen Schulsystem aber, werden benachteiligte Kinder und Kinder mit Behinderung von anderen Kindern isoliert, sie müssen getrennt von den anderen auf Sonder- bzw. Förderschulen gehen.

Dabei sollte es doch viel mehr so sein, dass nicht die Kinder sich anpassen sollten, sondern unser Schulsystem angepasst werden müsste, um individuelle Lernbedürfnisse aller Schüler gerecht zu werden.

Inklusion als Ansatz ist toll, aber auch die Umsetzung muss stimmen. Denn in Klassen mit 30 Schülern und nur einer Lehrkraft, hat kein Pädagoge der Welt Zeit sich speziell für jedes Kind einzusetzen und damit bleiben Kinder mit Lern/Behinderung oft auf der Strecke.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Es besteht eindeutig Handlungsbedarf.

Wir brauchen bessere Bildung für den Weg aus der Armut - nicht nur in ärmeren Ländern, sondern auch bei uns Deutschland. Denn nur wer lesen, schreiben oder rechnen kann, hat auch die Chance auf einen guten Beruf und damit die Möglichkeit dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.

Bildung für eine bessere Zukunft schließt ebenso ein, dass Diskriminierung und die Benachteiligung von Flüchtlingskindern sowie Kindern mit Behinderung ein Ende nehmen muss.

Denn JEDER Mensch hat das Recht auf Bildung.

Die Grundlage dafür sind Freiheit, Gleichheit und die Erkenntnis, dass JEDER Mensch dazugehört.

Wir brauchen weltweit den Zugang unentgeltlicher, obligatorischer und vor allem qualitativ hochwertiger Grundschulbildung für ALLE Kinder.

Auch die Geschlechter Benachteiligung muss ein Ende finden. Qualitätsverbesserungen und Zugangsmöglichkeiten sind nur durch Investitionen möglich.

Und genau da sehen wir uns in der Pflicht.

Mit den von uns unterstützten Projekten leisten wir einen positiven Beitrag, um jedem Kind, Jugendlichen und Erwachsenen die Chance auf Bildung ermöglichen zu können.

Sei auch du ein Teil unserer Bewegung und hilf mit!