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Recap #1 – Aller Anfang ist schwer

Passend zum Jahresende möchten wir einen kleinen Rückblick zum Start von one4good geben. Erfahrt mehr über die Anfänge unseres Projekts, was unsere Motivation war, wie wir zu unserer Idee mit der Subscription4good gekommen sind und wie wir zu unserer Purpose GmbH Unternehmensform gekommen sind.

Aller Anfang ist schwer – Wie wir auf die Idee mit unserem Social Startup gekommen sind

Wir haben in den letzen Wochen und Monaten vielen unserer Freunde, Bekannten und Partner von one4good erzählt. Wie wir daran arbeiten, die Welt ein bisschen besser zu machen und haben natürlich immer wieder nach ihren Ideen gefragt.

Daher wurden wir in den letzten Wochen immer häufiger gefragt, wann’s denn endlich losgeht. Wann man sich endlich anmelden und Projekte unterstützen kann.

Für eine ausführlichere Antwort müssen wir – oder wollen wir – ein bisschen weiter ausholen. Wir geben euch hier schon mal ein kurzes Update und geloben Besserung, damit ihr in Zukunft weiter auf dem Laufenden gehalten werdet und mehr Einblicke zu der Entwicklung von one4good bekommt. Versprochen!

Anfangen wollen wir mit einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und was alles passiert ist bzw. wie wir denn überhaupt auf die Idee mit one4good gekommen sind.

Aber bitte mit ‚Purpose’!

Unsere ersten Gespräche bzgl. one4good hatten wir schon Ende 2020, Anfang 2021. Corona ist gerade zur scheinbar neuen Normalität geworden, Greta hat nach wie vor für uns und gegen die Erderwärmung, Lobbiesten und die Wirtschaft gekämpft, und David Attenborough hat mal wieder eindringlichst gezeigt, wie wir unseren wundervollen Planeten in einer nie da gewesenen Geschwindigkeit zerstören. Wie wir jeden Tag tausende von einzigartigen Spezies unwiederbringlich verlieren.

Gleichzeitig konnten wir auch beobachten, wie die reichsten 5-10% auf dieser Erde reicher und reicher werden. Dass die Schere zwischen Arm und Reich noch schneller und weiter auseinander geht. Auch gerade wegen einer Pandemie, die uns einander eigentlich näherbringen sollte.

Das alles miterleben zu müssen hat uns zu dem Punkt gebracht an dem wir – wie viele andere auch – gesagt haben, „Ok, wir müssen was tun! Wir wollen nicht mehr einfach so weitermachen! Wir können die Aktivisten nicht alleine lassen, sie bewundern und selber doch nichts tun. Wir müssen raus aus unserer Comfort-Zone! Das sind wir uns und den kommenden Generationen schuldig!“

Wir wollten einfach einen Sinn – auf feinstem neudeutsch ‚Purpose‘ genannt – in unser Leben bringen. Nicht mehr in einem Job arbeiten, mit dem wir im Zweifel sogar zu dem globalen Problem aktiv beitragen.

Die Idee: Eine Subscription4good

Das größte Problem, das wir lösen wollten, war das, was wir am eigenen Leib erlebt haben: Wie schwer es doch ist sich zu engagieren. Soziale, nachhaltige und vertrauenswürdige Projekte zu finden, deren Arbeit ansprechend ist. Die einem nicht unaufgefordert graue, auf recyceltem Papier bedruckte Briefe immer und immer wieder nach Hause schicken. Nicht mit Informationen über das, was mit unserem Geld passiert ist, sondern einfach wieder nur ein weiterer unpersönlicher Spendenaufruf.

Wir haben uns gesagt, dass das auch anders gehen muss; moderner, digitaler. Etwas, das man mit nur wenigen Clicks nutzen kann. Etwas, das so einfach, so cool und relevant wie Spotify oder Netflix ist. Nur eben um damit Gutes zu tun zu können.

Wir wollten eine „Subscription for good“ starten. Also eine Art monatliches Abo mit dem man ausgewählte soziale und nachhaltige Projekte ganz einfach unterstützen kann. Ohne großen bürokratischen Aufwand, ohne graue Briefe. Einfach und individuell sollte es sein. Es war uns wichtig, dass man sich nicht entscheiden muss zwischen Menschen in Not, bedrohten Tierarten, oder Umweltschutz. Es sollte möglich sein, verschiedene Projekte gleichzeitig zu unterstützen.

Wir wollten, dass man all das auf nur einer Plattform und mit nur einer monatlichen Zahlung unterstützen kann. Dass man nicht erst stundenlang auf hunderten verschiedenen Webseiten nach Projekten recherchieren muss, um dann schlussendlich doch nicht aktiv zu werden, weil man den Organisationen nicht traut, von der Auswahl überfordert ist, oder den administrativen Aufwand scheut.

Wir wollten etwas machen, das vor allem uns junge und digitale Menschen anspricht.

Purpose GmbH Gründung

Nachdem wir nun eine klare Vision für one4good entwickelt hatten, lag unsere nächste Herausforderung darin die richtige Unternehmensform für uns zu finden. Wir wollten auf jeden Fall keine weitere NGO oder gGmbH gründen. Wir wollten uns in unserem Handeln nicht einschränken lassen und mit den Werkzeugen „normaler“ Startups hantieren können.

Wir wollten Impact Investoren an Board holen können und dabei nicht ständig Gefahr laufen müssen, dass uns das Finanzamt die Gemeinnützigkeit rückwirkend abspricht. Wir waren auf der Suche nach etwas Anderem. Nach einer Unternehmensform, die zu uns und den Anforderungen unserer Vision passt.

Und dann war es da, dieses Video: Arte berichtet hier von einer neuen Unternehmensform, die gerade für Social Entrepreneure und Impact Investoren – also für Projekte wie one4good – am Entstehen war.

Stichwörter wie Verantwortungseigentum, Kontrollgesellschafter, kann nicht verkauft werden haben unser Interesse geweckt. Sie sprachen uns direkt an.

Und tatsächlich, das Purpose GmbH Konstrukt war genau das, was wir gesucht haben.

Es war im nächsten Schritt deutlich schwerer als gedacht die Gründung durchzuziehen, da es sich dabei um eine neue Unternehmensform bzw. Unternehmenskonstrukt handelt. Aber wir hatten unsere Vision und haben alles daran gesetzt, diese auch umzusetzen.

Wenige Monate später war sie dann da unsere erste Purpose GmbH. Stolz wie nochmal was! Wir haben’s geschafft… dachten wir zumindest, aber nur ganz kurz.

Tja und dann ging’s erst richtig los…

Mehr zum Thema Purpose GmbH und wie es weiterging erfahrt ihr in unseren nächsten Blog Beiträgen.